Freitag, 15. November 2013

Linseneintopf mit Mettwurst

An kalten Tagen geht doch nichts über eine leckere Suppe oder einen herzhaften Eintopf. Da haben wir was für euch: Probiert doch mal einen Linseneintopf mit Mettwurst. Wie es geht, zeigen wir euch hier:


Zentralverband Naturdram, Knackwust; Knackwurstwissen: Christ-Stollen mal anders

Abbildung 1: http://www.inhoven.de/
Zentralverband Naturdram, Knackwust; Knackwurstwissen: Linseneintopf mit Mettwurst 



150 g getrocknete Tellerlinsen
100 g geräucherter durchwachsener Bauchspeck
2 Bd Suppengrün
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Staudensellerie in Scheiben
3 EL Planzenöl
1 l Gemüsebrühe
4 luftgetrocknete geräucherte Mettwürste im Naturdarm
1 Bd glatte Petersilie                                                     

Salz, Pfeffer
2-3 EL Essig


Zubereitung:
Getrocknete Linsen in kaltem Wasser über Nacht einweichen. Bauchspeck in Würfel schneiden. Suppengrün waschen. Möhren, Sellerie und Petersilienwurzel würfeln, den Lauch in Ringe schneiden. Knoblauch und Zwiebeln pellen und würfeln.

Öl in einem großen Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen. Bauchspeck und das Gemüse darin anbraten. Mit Gemüsebrühe auffüllen. Die vorbereiteten Linsen auf einem  Sieb abtropfen und zufügen. Mettwürste zugeben und bei mittlerer Temperatur 45 Minuten schwach kochen. Petersilie hacken und vor dem Servieren dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.



Guten Appetit!

Freitag, 8. November 2013

Wurst-Republik Deutschland: Aalrauchmettwurst

Zum Abschluss unserer kleinen Serie öffnen wir heute den Vorhang für die Aalrauchmettwurst. Der Titel klingt zunächst etwas merkwürdig und wir konnten uns auch keine Wurst bestehend aus Aal vorstellen. Die Wurst hat aber nur bedingt etwas mit dem Fisch zu tun. Vielmehr leitet sich der Name aus einen besonderen Raäuchermethode ab, mit der man früher in Norddeutschland Aale räucherte. Dadurch wurden sie delikater und gleichzeitig länger haltbar.

Die Bezeichnung Aalrauchmettwurst hat also nichts mit den Ingredienzien, sondern mit dem ganz speziellen Raucharoma zu tun. Um mit Markus Kafka abzuschließen: Haben wir wieder was gelernt. In diesem Sinne wünschen wir euch ein schönes Wochenende.

Freitag, 1. November 2013

Wurst-Republik Deutschland: Aachener Karlswurst

Heute stellen wir euch eine wahrhaft historische Wurst vor: die Aachener Karlswurst. Und die hat tatsächlich etwas mit Kaiser Karl dem Großen zu tun.

Die würzenden Zutaten für die Mettenden werden noch heute einer über 1.200 Jahre alten Landgüterverordnung des Kaisers, seiner "Capitulare de villis vel cortis imperialibus" entnommen. Karl der Große legte großen Wert auf die Gesundheit seiner Untertanen und legte haarklein fest, welche Gemüse- und Obstsorten angebaut werden sollten. Neben hochwertigem Fleisch verwenden die Aachener Innungsmeister daher ausschließlich Kräuter aus dem „Garten" des Kaisers. Dazu gehören zum Beispiel: Gartensalbei, Rosmarin, Kreuzkrümmel, Rauke, Sellerei, Liebstöckel, Kerbel und Koriander. Jeder Metzger hat dabei seine eigene Zusammenstellung. 

Das hört sich lecker und gesund an. Hat von euch schon jemand die Wurst probiert?


Freitag, 25. Oktober 2013

Wurst-Republik Deutschland: Kamenzer Würstchen


Dresdner Christstollen, Eierschecke oder Bautz´ner Senf - das sind echte sächsische Klassiker. Einen weiteren präsentieren wir euch heute - das Kamenzer Würstchen. Oder wie der Sachse so schön sagt: Gamenzer Gnackwärschdl.

Verdanken können wir diese Spezialität einem Fleischermeister aus der Stadt Kamenz, der die Knackwurst erstmals im Jahr 1859 erfunden hat. Noch heute wird sie warm mit verschiedenen Beilagen, wie zum Beispiel Kartoffelsalat gegessen. Sehr beliebt ist dieses Gericht an Heiligabend.

Die Würstchen bestehen zu je einem Drittel aus magerem und fettem Rindfleisch sowie aus durchwachsenem Schweinefleisch. Einige Fleischer mischen auch Schafsfleisch zu. Gewürzt wird das Wurstbrät mit Salz, Pfeffer, Kümmel und auch Zwiebel und Paprika dürfen nicht fehlen. Zu guter Letzt wird alles in Saitlinge abgefüllt, heiß geräuchert und fertig!

Gamenzer Gnackwärschdl hören sich sehr lecker an. Vielleicht kommt ihr auch mal in den Genuss. Lassts eisch schmeggn!

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Wurst-Republik Deutschland - Bauernseufzer

Schon mal was von "Bauernseufzern" gehört? Das ist eine schwarz geräucherte grobe Bratwurst aus der bayerischen Oberpfalz. In der Praxis werden die Bauernseufzer aus Schweinefleisch, Speck und mit verschiedenen Gewürzen wie Salz, Pfeffer, Zucker, Pfeffer, Majoran oder Kümmel hergestellt. Das Fleisch wird grob gewolft und dann in einen dünnen Schweinedarm abgefüllt. Anschließend werden die Würste getrocknet und über Holz zusammen mit zerquetschten Wacholderbeeren, Torf und Tannenrinden geräuchert. Die fertigen Bauernseufzer sind 15 bis 20 cm lang und werden kalt mit Brot oder warm mit Sauerkraut gegessen. 

Über den Ursprung des Namens gibt es mehrere Theorien. Laut einer Version haben sich die Oberpfälzer Bauern stets über das schlechte Wetter beklagt. Ihre Seufzer sollen eben so lang gewesen sein wie die besagte Wurst.  

Bei einem Besuch in Bayern könnt ihr ja mal selbst überprüfen, ob die Geschichte stimmt. Viel Spaß beim Probieren. 

Freitag, 11. Oktober 2013

Wurstrepublik Deutschland - Die Saure Rolle

Nachdem wir euch letzte Woche die "Hessische Kartoffelwurst" vorgestellt haben, ist heute die "Saure Rolle" an der Reihe.

Hierbei handelt es sich um eine regionale Wurstspezialität der schleswig-holsteinischen Westküste. Die Wurst gilt als "friesische Variante des Saumagens". Sie besteht aus sauer eingelegtem Rindfleisch und steckt in einer Pansenhülle. Die Nordlichter essen die "Saure Rolle" am liebsten gebraten und mit verschiedenen Gemüse- und Sättigungsbeilagen dazu.

Das hört sich richtig deftig an und ist bestimmt nicht jedermanns Sache - wir finden es aber toll, dass in Friesland so traditionsreiche Wurstspezialitäten auch heute noch auf den Tisch kommen.