Freitag, 21. Februar 2014

Die Bratwurst ist der King


Habt ihr schon von dem Deutschlandbuch „100 + 1 Fakten – Das muss jeder Deutsche wissen“ gehört? In diesem Buch wird nützliches und weniger nützliches Wissen unserer Heimat thematisiert. Unter anderem auch dabei: die beliebtesten Würste der Deutschen. Hier kommen für euch die TOP 3:








Zentralverband Naturdram, Knackwust; Knackwurstwissen: Die Bratwurst ist der KingDen dritten Platz belegt die Weißwurst - wobei sie für die Bayern wohl auf Platz 1 stehen würde, denn zusammen mit süßen Senf, Brezel und Weißbier gilt sie als altbekannte Tradition der Münchner Kultur. Sie wird zum zweiten Frühstück gegessen und ist beim Frühshoppen ein absolutes Muss. Die Tradition sieht es vor, die feine Hülle, den Naturdarm, vorher abzuziehen. Dies ist allerdings eine Ausnahme, denn bei vielen anderen Würsten wird das Naturprodukt mitgegessen. Das gilt auch für unsere Nummer 2.

Die Nummer 2 belegt die Knobländer – für alle bekannt als die Bockwurst. Ob warm oder kalt - die knackige Brühwurst geht immer. Auch sie wird gerne in unterschiedlichsten Suppen als Beilage hinzugefügt oder gehört, zusammen mit Kartoffelsalat, an Heiligabend zu einem typisch-deutschen Festmahl.

Die Beliebteste aller Würste isst der Deutsche gerne auf Weihnachtsmärkten, beim Fußball, bei einem gemütlichen Stadtbummel. Aber auch vom eigenen Grill ist sie ein echter Gaumenschmaus. Es geht natürlich ganz klar um die Bratwurst, unsere Nummer 1 und somit Sieger des Wurst-Rankings. Wie stolz die Deutschen auf ihre Bratwurst sind, sieht man zum Beispiel an dem Holzhausener Bratwurstmuseum oder am größten Bratwurstrestaurant der Welt in Nürnberg. Die wohl bekanntesten Vertreter dieser Wurstsorte sind die Nürnberger Bratwurst und die Thüringer Rostbratwurst, die den Deutschen das Herz höher schlagen lassen.

Habt ihr jetzt auch Lust auf eine Bratwurst bekommen? Denkt dran: Grillen geht immer, vor allem bei diesen frühlingshaften Temperaturen. Also: an die Grille, fertig, Bratwurst!

Freitag, 14. Februar 2014

Liebe ist…



Zentralverband Naturdram, Knackwust; Knackwurstwissen: Liebe ist...



knackig. Deshalb darf bei uns auch am Valentinstag die Wurst nicht fehlen, denn: Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Passend zum Tag der Liebe hier für alle Wurstverliebten ein Gedicht:


Wurstliebe von Brati McWurst



Hell und klar wie Sonnenschein,
geht sie in mein Herz hinein.
Grob darf sie sein, noch besser fein,
groß und dick, auch manchmal klein.
Angereicht mit Bier nicht Wein,
glaub, ihr wisst schon, was ich mein'.
Hab' ich keine ist's 'ne Pein,
die mir geht durch Mark und Bein.
Eine Wurst so pur und rein,
soll auf ewig meine sein.
Dann werden wir wachsen und gedeih'n
- die Wurst und ich im Rosenhain.

Freitag, 7. Februar 2014

Das ist mir wurscht

"Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei", "es geht um die Wurst", "jemanden eine Extrawurst braten".... im deutschen Sprachgebrauch gibt es viele Redewendungen rund um die Wurst. Doch habt ihr euch mal gefragt, was dahinter steckt?

Warum heißt es zum Beispiel "Das ist mir wurscht", wenn einen etwas nicht interessiert? Wahrscheinlich ist diese Redewendung auf Bismarck zurückzuführen. Der war während einer Besprechung, in der darüber debattiert wurde, wie der Kaiser zukünftig genannte werden sollte - Kaiser von Deutschland, Deutscher Kaiser, Kaiser der Deutschen - so gelangweilt, dass er gesagt haben soll: "Nescio quid mihi magis farcimentum esset". Das heißt so viel wie: "Ich weiß nicht was mir mehr wurscht wäre." Recht hatte er.

"Schwein gehabt" ist ein Begriff aus dem Mittelalter und wird heute noch viel verwendet. Die Herkunft ist nicht ganz geklärt. Eine Version besagt: Bei Sportwettkämpfen wurden früher oft Schweine als Trostpreise vergeben - ein Preis also, der eigentlich nicht verdient war.
Möglicherweise kommt dieser Ausspruch auch aus dem Glücksspiel. So wird in Bayern beim Kartenspiel Schafkopf das Ass auch Sau genannt. Hat man also Schwein, hat man ein glückliches Händchen. Naja, woher der Spruch kommt ist ja eigentlich wurscht...

Donnerstag, 30. Januar 2014

Saisonstart: Grünkohl und Pinkel



Zentralverband Naturdram, Knackwust; Knackwurstwissen: Saisonstart: Grühnkohl und Pinkel
Bildunterschrift hinzufügen
In Bremen und Niedersachsen gibt es im Winter an den Wochenenden überall das gleiche Bild: Erwachsene Menschen ziehen, bewaffnet mit Schnäpsen und Bollerwagen, durch die Stadt oder übers Land und machen dabei komische Spielchen und singen Lieder. Kohltour nennt sich das Ganze. Denn abends geht’s in eine zünftige Gaststätte zum Grünkohl-Essen.



Grünkohl gilt als Wintergemüse – Sobald der erste Frost kommt, wird er geerntet. Doch zu einem vollständigen, norddeutschen Grünkohlgericht gehört natürlich die Pinkelwurst. Denn nur zusammen mit der Pinkelwurst ist der Grünkohl in der kalten Jahreszeit ein echter norddeutscher Klassiker.

Pinkel ist eine grobkörnige Grützwurst, deren Grundlage Schweinebacken sind. Zusätzlich enthält sie Fett und Magerfleisch. Damit die Wurst saftiger wird, werden frische Zwiebeln und Hafergrütze hinzugefügt. Gewürzt wird sie dann nur noch mit Salz, Pfeffer, Thymian, Piment und Nelke. Zur Herkunft des Wurstnamens gibt es wohl unterschiedliche Theorien. Jedoch hat die Wurst nichts mit dem Urinieren oder einen eitlen Menschen zu tun. Der Ausdruck Pinkel bedeutet im herkömmlichen Sinne „zusammengedrängte Masse“ oder „kurzer, dicker Gegenstand“. Ähnlich ist die Deutung, die sich von Pinker für den Mastdarm ableitet, der traditionell als Wursthülle verwendet wird.

Da wir gerade beim Geschichtlichen sind: Ursprünglich verabredeten sich die Adeligen jährlich zu einem Kutschrennen oder einer Schlittenfahrt auf dem Land. Zum Ende des Tages zogen sie zu einem Kohlbauern, bei dem es Grünkohl mit geräuchertem Rindfleisch, Schinken, Wurst und Schweinskopf gab. Um sich zu wärmen, tranken sie auch gern mal ein Glas Korn. Und der ist auch heute noch bei Kohltouren dabei. 

Der ein oder andere von uns kam schon in den Genuss der außergewöhnlichen Tradition. Uns hat es riesen Spaß gemacht. Probiert es doch auch mal aus.